Lernort Bauernhof
Im Rahmen des Projektes "Lernort Bauernhof" des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes besuchten die Klassen 2a, 2b und 2c unserer Schule an verschiedenen Tage die Bauernhöfe Rickert (Milchviehwirtschaft) und Büker (Schweine- und Rindermast) in Erwitte-Weckinghausen.
Ein aufregender Tag auf dem Bauernhof
(Bericht der Klasse 2b von Frau Krämer)
Am Freitagmorgen, den 08.07.2011, wanderten wir ca. 2,5 km von unserer Schule nach Weckinghausen, um auf den Bauernhöfen Rickert und Büker etwas mehr über die Tiere dort zu erfahren.

Das war sehr, sehr weit entfernt, aber wenn man sich unterhält, ist das leicht. (Maxi)
Unterwegs kamen wir an verschiedenen Getreidefeldern (Weizen, Gerste, Mais) vorbei und wir schauten uns die unterschiedlichen Ähren genau an.

Als wir in Weckinghausen ankamen, sahen wir Kameraleute. (Maxi)
Herr Büker kam uns schon entgegen.
Der Bauer begrüßte uns und sagte: "Das Fernsehteam vom WDR begleitet uns." (Florian)
War das aufregend! Wir sollten ins Fernsehen kommen! Über unseren Besuch auf dem Bauernhof sollte noch am gleichen Tag in der Lokalzeit des WDR um 19:30 Uhr berichtet werden. Der Regionalkorrespondent Herr Buttermann hatte einen Kameramann und einen Tontechniker mitgebracht.
Unserer Lehrerin Frau Krämer war genauso überrascht wie wir Schüler. Sie wusste nur, dass unsere Schulrätin Frau Offergeld und eventuell ein Reporter vom Patriot kommen wollten. Das Projekt "Lernort Bauernhof" existiert jetzt 10 Jahre und wurde noch einmal neu überarbeitet. Die Klassen unserer Schule durften das neue Programm als erste Gruppen testen.
Zuerst gingen wir zum Hof Rickert. Dort erklärte uns Herr Rickert, dass eine gute Milchkuh etwa 8000 - 8500 l Milch pro Jahr gibt.



Wir durften den Kühen Fressen geben. Sie bekamen etwas Heu und Grassilage.

Danach sind wir zu den Kälbchen gegangen. Da war eins dabei, das war erst 6 Tage alt. Er hat an meinem Pullover genuckelt. Das war süß! (Jule).

Bei einem Kälbchen war noch die Nabelschnur zu sehen. (Marleen).
Es war lustig, als die Kälbchen an einem Nuckeleimer genuckelt haben. (Felicia)
Die Kälbchen haben aus einem Eimer mit einer Zitze getrunken. Darin war Milchpulver und Wasser. (Romy)
Wir durften das Milchpulver probieren. Einige Kinder meinten, es schmecke lecker, die meisten von uns fanden es aber eher gewöhnungsbedürftig. Den kleinen Kälbern schien es aber gut zu schmecken. Sie schmatzten ganz laut beim Trinken und alle wollten an den Eimer.

Juliane bemerkte, dass die Kälbchen und Kühe alle "gelbe Ohrringe" tragen. Bauer Rickert erklärte uns, das es sich um Erkennungsmarken handelt - vergleichbar mit einem Personalausweis der Menschen.
Zu der Marke gehört ein Registrierungspapier, der Rinderpass, in dem steht:
- wann und wo das Kälbchen geboren wurde,
- das Geschlecht und die Rasse des kleinen Kalbes,
- die Ohrmarkenkennnummer der Mama und des Papas.
Das war spannend.
Nun zeigte uns der Bauer, wie man Kühe melkt. Das war lustig. (Maxi)


Herr Rickert führte uns in einen Stall, in dem zwei Melkmaschinen standen.
Das Melken war auch interessant. (Jule)
Immer nur eine Kuh kommt in die Absperrung.
Ich durfte in einen Stöpsel der Melkmaschine reinfassen. Das war glitschig. (Mia)
Der Bauer melkte erst einen Spritzer Milch aus jeder Zitze des Euters, dann schloss er die Melkmaschine an.
Danach haben wir zugeguckt wie zwei Kühe gemolken wurden. (Justin)
Es dauert ungefähr 5-7 Minuten, bis eine Kuh fertig gemolken ist.
Nach dieser Vorführung gingen wir zum Bauernhof Büker. In einer Scheune mit vielen Strohballen als Sitzgelegenheit machten wir eine Frühstückspause.
Es gab Trinkpäckchen mit Vanille- Schokoladen- Erdbeermilch und Schokobrötchen. (Romy)



Ich setzte mich auf einen hohen Turm aus Stroh. (Anne Caroline)
Während wir uns stärkten, erschien ein Reporter vom Patriot, interviewte uns und schoss ein paar Fotos für seinen Artikel, der am nächsten Tag in der Zeitung erscheinen sollte.
Nach der Pause wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Die blaue Gruppe ging mit Bauer Grae, Frau Krämer und dem Fernsehteam vom WDR zum Schweinestall. Die rote Gruppe besuchte mit Herrn Büker die Bullen.
Als wir in den Schweinestall wollten, mussten wir komische Anzüge anziehen. Darin sahen wir aus wie Außerirdische. (Romy)
Herr Grae erklärte uns, das wir die Overalls aus Hygienegründen anziehen müssten, damit wir keine Krankheiten in den Schweinestall bringen könnten. Sogar unsere Schuh bekamen einen Überzug. Wir hatten viel Spaß bei der Verkleidung, zumal die Overalls uns Kindern viel zu groß waren.
Als wir komplett vermummt waren, durften wir endlich zu den Schweinen.
Ihh!!! Das hat gestunken! (Jule)
Die Nase von den Schweinen fühlt sich feucht und glitschig an. (Felicia)
Die Schweine hatten eine süße Nase und sie stanken ganz schön. (Marten)
Herr Grae hat uns erklärt, dass Schweine Allesfresser sind und dass sie 6 bis 12 Junge bekommen können. (Marleen)
Der Hund Zita war heimlich mit in den Schweinestall gekommen. (Tim A.)
Als Herr Grae Zita raus schickte, nutzten wir die Gelegenheit, ebenfalls den Schweinestall zu verlassen, denn es roch doch sehr streng. Wir waren froh, wieder an der frischen Luft zu sein.
Nachdem wir unsere Overalls ausgezogen hatten, durften wir eine Essensration für eine Schwein (2,5 kg Futter) zusammenstellen. Dazu mussten wir die entsprechende Menge Futter abwiegen: 1,5 kg Weizen, 0,5 kg Gerste, 0,3 kg Sojaschrot, 0,2 kg Mineralstoffe. Das Getreide mahlten wir vorher in Getreidemühlen. Das hat Spaß gemacht.
Dann tauschten wir die Gruppen


Er war super, dass wir die Bullen füttern durften. (Tim S.)

Aber wir mussten davor noch eine ganze Karre voll mit Essen holen. (Mia)
Die Bullen bekamen gepresste Maissilage und Kraftfutter.
Wir mussten hart arbeiten. Ich fand es gut, als wir von einer Wand Futter (Maissilage) mit einer Schüppe abkratzen durften. (Phil)
Die Bullen haben mit ihrer langen Zunge die Schaufel abgeleckt. Es hat mir Spaß gemacht, die Bullen zu füttern. (Marten)
Dann sind wir zum Kälbchenstall für Bullen gegangen. Wir durften sie mit dem Nuckeleimer füttern und ihnen einen Namen geben. Meines heißt Paul. (Jule)
Andere kleine Bullen hießen nun Bob, Thommy, Leo, Phil, Basti, Nisi, Julius, Julien oder Felix.
Frau Offergeld, unsere Schulrätin, schaute uns beim Füttern zu und amüsierte sich darüber, wie begeistert wir uns Namen für die Kälbchen ausdachten. Anschließende gingen wir zusammen in den Hühnerstall. Dort durften wir die Eier einsammeln.
Um 12:00 Uhr endete unser Besuch auf dem Bauernhof.
Dann wurden wir alle von einigen Eltern abgeholt. Alles fand ich toll. (Mia)
Am besten fand ich, dass wir in das Fernsehen und in die Zeitung kamen. (Marten)
Es war ein gelungener, lehrreicher Ausflug. - So schön kann Schule sein!
Klasse 2b

